#61
Also ich habe jetzt wirklich einmal nachgeschaut um diese Wiederbelebungsliturgie von Tsa zu finden. Und siehe da, zumindest in DSA4.1 gibt es diese überhaupt nicht mehr, wenn ich nicht total blind bin. Sprich man hat Wiederbelebungen komplett aus der Hand der Spieler und somit der Geweihten genommen und das ganze vermutlich zu einem Großen Wunder gemacht. Bedeutet: Kein Geweihter kann das. Das kann nur Tsa in Form eines Großen Wunders und diese sind nochmal eine ganz andere Kategorie wie normale Liturgien. Die Wahrscheinlichkeit in seinem Heldenleben Zeuge eines großen Wunders zu werden, sind nahezu Null, da dazu Tsa (persönlich) eingreifen muss. Ganz sicher aber wird man kein zweites Mal in seinem Heldenleben Zeuge eines Großen Wunders.

Im Aventurischen Boten Nr. 19 aus dem Jahre 1005 BF (12 Hal) gab es einen Artikel: "Tod und Wiedererweckung - (tot was nun?)" leider habe ich diese Ausgabe nicht. Auch das Aventurische Archiv Sammelband I beginnt erst mit dem 13 Hal. Vielleicht hat ja noch jemand diese Ausgabe.

Peraine ist schon mal ausgeschlossen, da man nur etwas heilen kann, das noch lebt, und Tot ist nun Mal Tot. Und das ist der Fall, wenn man über seinen KO-Wert im Negativen ist (zumindest nach DSA4.1).

Eine Wiederbelebung von Boron hätte ein gewisses Untotes Geschmäckle ;-) wenn du das als Wiederbelebung bezeichnen willst...und ja Boron kann Leiber zu untotem Leben erwecken, nur macht er das im Gegenwärtigen Aventurien nicht mehr. In den Dunklen Zeiten war das noch anders. Aber eine Wiederbelebung steht absolut gegen jede Glaubenslehre von Boron, denn jeder schuldet ihm einen Tod.

Marbo ist eine Todesgöttin. Sie "gilt" im gegenwärtigen Aventurien nur als Tochter Borons, ist es aber nicht. In Fasar, wo sich der älteste Kult der Marbo erhalten hat, wird sie als die alte Greisin Maha Bor und die Geiergöttin Umm Ghulshach verehrt. Der ursprüngliche Kult sieht im Gegensatz zur Kirche des Boron und dem daran angeschlossenen Marbo-Kult keine Erdbestattung vor, sondern übergibt die Toten den Geiern oder dem Rauch. Hier gilt Marbo nicht als sanfte Mittlerin zwischen den Menschen und Boron (der nach diesem Glaubensbild lediglich ihr Sohn ist), sondern als strenge und gerechte Totengöttin. Ihre Zeichen sind Geier, Stundenglas und Schnitter. Auch von ihr kann man keine Wiederbelebung erwarten, außer eine Untote. Wenn du Belege für eine Wiederbelebung durch Marbo hast würden mich die Belege dazu mal interessieren.

Also nur Tsa könnte eine lebendige Wiederbelebung in Form eines Großen Wunders bewirken. Und das ist nichts, was man in einem Tempel erbitten kann, noch nicht einmal in einem Tsa-Tempel. Ein Großes Wunder ist immer ein aventurisch historisch wichtiges Ereignis.
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Spielbericht - Dunkle Zeiten - "Helden der Geschichte"

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Unterschiede im Spielerverhalten P&P und beim Computerspiel

#62
Beim P&P Spiel müssen Meister und Spieler Achtsam miteinander umgehen, schließlich will man als Spieler nicht dauernd neue Figuren generieren. Da ein Meister auch die vorgeschlagenen Aktionen seiner Helden reagieren kann, gibt es viel mehr Handlungsoptionen. Meisterfiguren können Gefangene machen. Stufenwechsel und Eigenschaftssteigerungen passiere so wie sie eben passieren. Manche Meister unterliegen dem Irrglauben, dass ein Abenteuer nur dann ein Abenteuer ist, wenn die Gruppe beinahe zu Tode kommt. Erfahrene Helden meiden solche Situationen lieber. Die Bindung eines Spielers an "seinen" Held ist stark.
Reisen sind aufgrund der Gruppeninteraktionen unterhaltsame Logistikaufgaben.
Es kann überhaupt nicht genug betont werden, hier spielt eine Gruppe!


Diese Computerspiele spielt man eher alleine, die Motivation und Unterstützung durch die Gruppe fällt weg.
Beim Computerspiel sind die Handlungsoptionen des Spielers begrenzter, es gibt save-files, so dass man misslungene Proben einfach durch Neuladen wiederholen kann. Schon bei der Heldengenerierung wird solange generiert, bis ein "Superheld" entstanden ist. Kämpfe werden im Computerspiel bis zum Ende also dem Tod (Flucht) aller Kämpfer einer Partei. Keine Gnade, keine Gefangenen. Aber hey, hat es nicht geklappt, neuladen und nochmal versuchen. Die Bindung an die Helden der eigenen Gruppe ist eher locker, neuladen und alles ist wieder ok.
Reisen interessieren den Spieler eher nicht. Drakensang oder Blackguards hüpfen mehr oder weniger von Ort zu Ort. Hunger, Durst, Nachtruhe alles nicht so wichtig. Kennen wir aus dem Kino, Helden müssen nie essen, trinken oder aufs Töpfchen....

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit dem Original Schweif. Ich importierte meine Gruppe, zog los, meine Schuhe waren plötzlich durchgelaufen, meine Gruppe wurde krank, und dann waren alle tot. Die CDs wanderten ins Regal und ich hab sie erst wieder raus geholt nachdem ich Riva mit neu generierten Helden durchgespielt hatte und eine Gruppe durch die gesamte Trilogie führen wollte.

Es hat keinen Sinn die Unterschiede zu ignorieren, es gibt verschiedene Spielertypen und allein die Tatsache, dass es zu fast jedem Spiel Lösungen, savegame-Editoren und Cheat-Codes gibt, macht deutlich, dass viele Spieler überfordert sind und "Rückenwind" brauchen um die Aufgaben zu lösen.

#63
Hab leider jetzt nicht die Zeit auf alles einzugehen... aber:

Im Pen & Paper spricht sich doch für gewöhnlich die Gruppe ab, wie mit dem Tod umgegangen werden soll - also ob es ok ist, wenn ihre Charaktere sterben. Sonst werden andere Wege gefunden - ggf. auch welche, die in Aventurien selten sind. Weil es nunmal eine Heldengruppe ist und keine "gewöhnlichen Leute". Die haben eine Aufgabe zu erfüllen und werden ggf. auch mal von höheren Instanzen unterstützt. Das ist Spielergruppenabhängig, klar.

Im PC Spiel gibts aber halt keinen Meister, mit dem man sich auf sowas einigen kann, wenn nicht durch den gewählten Schwierigkeitsgrad.

Es gibt im Spiel verschiedene Tode - den, bei dem ein Held komplett aus der Gruppe entfernt wird - den Tod der ganzen Gruppe (Game Over) und der Tod einzelner Helden. Imo könnte man bei letzterem wirklich überlegen ob es ein echter Tod sein muss oder nur Schwelle des Todes (von mir aus nur im Anfänger-Modus), von der nur noch göttliche Hilfe retten kann. DAS wiederum wäre nämlich durch die genannten Peraine Liturgien auch möglich (wenn auch zugegebenermaßen nicht für unbegrenzte Zeit).

@Marbo
war glaube ich aus nem Abenteuer. Kann jetzt nicht nachschauen.
Zuletzt geändert von Torxes am 24. Mär 2017, 12:55, insgesamt 3-mal geändert.

#64
[quote='Praiodan','index.php?page=Thread&postID=128133#post128133']Sind denn andere "Heil"-Wunder - v. a. Fluch brechen und Krankheit heilen - nach einer ähnlichen Mechanik umgesetzt? Also als vorrangige Wunder, die im Notfall nichts kosten - nur eben beschränkt auf einzelne Götter? Oder laufen die ganz normal?[/quote]
Nur die Wiederbelebung ist anders. Alle anderen Wunder wurden den Göttern zugeordnet und unterstehen der Göttergunst. Beispiel: "Fluch brechen" kannst du also auch nur dort, wo es möglich ist (Praios/Hesinde) und wenn du die entsprechende Göttergunst hast.

Bei der Wiederbelebung sehe ich es wie Chris: Götterwunder

#65
Da sieht man mal wie unterschiedlich die Spielstile doch sind. Ich lese hier eine Unsitte, die sich in den letzten Jahren auch schon im LARP umgesetzt hat - nämlich dass man sich mit dem Meister/SL abspricht, wie mit dem Tod umgegangen wird. Also entweder manipuliert der Meister hinterm Schirm rum und bescheisst für seine Spieler, lässt irgendwelche positiven Umstände passieren oder noch schlimmer, es gibt gleich ganz die Opferregel, sprich der Spieler entscheidet wann er stirbt oder nicht.

Was für ein absoluter Quatsch!

Keine Ahnung wer so ein Pussy-P&P daheim spielt, aber ich habe das noch anders gelernt und praktiziere das auch anders seit es Rollenspiele gibt. Spielercharaktere sind eben nicht Helden die eine gewisse Aufgabe zu erledigen haben und dies wie in einem Drehbuch auch immer schaffen. Sondern sie können sehr wohl scheitern und/oder alle sterben. In einer Gruppe wo ich eh weiß, dass ich/wir gewinnen, hätte ich Null Bock zu spielen, denn nicht ich als Spieler hätte was erreicht, sondern lediglich der Autor, oder wer auch immer. Ich selbst wäre in dem Fall nicht mehr als der Leser eines Buches oder der Konsument eines Filmes. Es gab von Anfang an nur ein Ende.

Super langweilig.

Und genau so etwas möchte ich weder am Spieltisch, noch in einem CRPG in einem dort möglichen Rahmen. Ich möchte scheitern können. Ich möchte verlieren können. Denn nur dieses Wissen in meinem Unterbewusstsein lässt eine Spielerfahrung zu etwas ganz Besonderem und Einzigartigen werden, inklusive dem möglichen Heldentod wie Thalionmel auf der Brücke gegen eine Übermacht von Feinden, bis sie fällt.

Ich hoffe ich konnte verständlichmachen, was ich meine, und wie ich P&P spiele und meistere.
Zuletzt geändert von Dark-Chummer am 24. Mär 2017, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
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#66
Ich gehe hier von Kampagnenspiel aus, wo man einen Charakter auch mal über mehrere Jahre spielen möchte. Da verhält man sich auch entsprechend vernünftig und intelligent und wirft sich nicht stupide ohne Rücksicht auf Verluste in jeden Kampf, wenn man einen Charakter spielt der gar nicht so kampftauglich ist. ;) Es sei denn der Charakter ist explizit dafür ausgelegt, sich so dämlich zu verhalten.

Ob du es glaubst oder nicht, man kann DSA auch so spielen, dass es gar nicht ständig zu Situationen kommt, in denen Charaktere sterben würden.

Und wenn einer stirbt nur weil er die ganze Zeit Würfelpech hatte, ist das auch so eine Sache, die irgendwann keinen Spaß mehr macht. Es ist viel interessanter wenn Würfelpech zwingt, alternative Lösungen zu finden o.Ä. Und alles andere als langweilig!

Aber schon klar, beim Pen&Paper ist es genauso... da gibts die Fluffspieler und die, die ständig auch ingame über Erweiterungsregeln streiten. Macht vermutlich manchen Spielerrunden Spaß...

#67
Ich weiß schon warum ich lieber Strategiespiele als Rollenspiele spiele. Da kommt es auf den einzelnen Kämpfer nicht an, da die Gesamttaktik zählt, beim Rollenspiel ist jeder was einzigartiges.

Die NLT muss mich geblendet haben, denn warum zum Henker bin ich sonst hier gelandet?
R.I.P. Riva HD

#68
Wieso sollte sich denn Kampagnenspiel von der von mir angesprochenen Spielweise ausschließen? Es heissßt ja nicht, dass man allle paar Abenteuer stirbt, sondern nur dass das eben passieren kann. In meiner Runde gibt es Spieler, die haben seit vielen vielen Jahren nur einen Charakter ohne dass sie bisher gestorben sind. Stell dir dir vor, diese Kombination ist möglich. Und es hat auch niemand davon gesprochen dass Thalionmels Opfergang stupide war. Thalionmel verteidigte ganz alleine die Brücke über den Chabab vor Neetha gegen eine Übermacht der Novadis unter Tugruk Pascha und starb bei der Verteidigung, jedoch wurden Brücke und der Großteil des feindlichen Heeres von dem plötzlich über die Ufer tretenden Chabab vernichtet (was übrigens mit einem Großen Wunder gleichkommt). Gläubige aus ganz Aventurien pilgern alljährlich zum Schauplatz des Wunders nach Neetha. Dort befindet sich heute die nach ihr benannte Thalionmel-Furt. Sich zu opfern für ein höheres Ziel finde ich nicht stupide oder dämlich, sondern das ist wahrhaft heldenhaft und nicht weil man ein paar stinkende, schlecht bewaffnete Goblins erschlägt (Seitenhieb zu Hindro).

Klar, man kann natürlich auch Zuckerbäcker, Schreiberlinge und Taugenichtse spielen. Stelle ich mir sehr sehr pannend vor...nicht.

P.S.: Man muss nicht über Erweiterungsregeln streiten, denn der Meister hat im Zweifel immer Recht. ;)
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#69
Die Frage die hier diskutiert wird ist doch letztlich soll ein aventurischer Gott Helden wiederbeleben soll, oder ob wir dieses "Wunder" und die "Wunderheilungen" dem XML-Gott oder dem XML-doc überlassen.
Die entsprechenden Werkzeuge würde ich dann programmieren und der Community zur Verfügung stellen.

#70
@DSA
Borbaradkampagnenspoiler
[spoiler]Ja, am Ende der Borbaradkampagne sind bei uns natürlich auch alle gestorben. Find ich ja auch okay, wenn es dramaturgisch passt und sich in die Handlung einfach gut einfügt. Auch ein Tod vor Ende des Abenteuers kann fürs Charakterspiel sehr interessant sein. Das war bei uns der Fall und bis auf die betreffende Spielerin und den Meister wusste keiner, dass dieser Charakter Monate später nochmal zurückkehren wird, weil der Schlangenreif von Eschin vom Quell ihn "aufbewahrt" hat.
[/spoiler]
Aber so ein öhm, "sinnvoller Tod" (wie auch bei Thalionmel) wäre bei den "beliebigen Toden zwischendurch" in der NLT meist nicht der Fall, finde ich.

Und Avesgeweihte oder Hexen sind als Spielercharaktere nicht langweilig. :)

Es gibt ja zumindest auch schon ein Feature Request zum Thema "Wiederbelebung nur im Tsa-Tempel" (und "gar nicht" als Wunsch für den Hardcore Modus). Ich fänds auch gut, wenn das als Option zur Verfügung stünde oder zumindest modbar wäre, für die, die das möchten. In anderen Fällen ist es ja so dass man schon selbst entscheiden kann ob man den Luxus bestimmter Spielfunktionen nutzt, aber wenn man nunmal im Tempel eigentlich nur ein "zum Gott passendes" Wunder erbitten möchte und dann sozusagen zwangswiederbelebt wird, ist das auch irgendwie doof. ;)

Es sei denn... könnte man mit geteilter Gruppe vermeiden. Aber das ist auch wieder nicht stimmig (es sei denn man empfindet es als öhm, unsittlich, einen Toten beispielsweise in einen Hesindetempel mitzuschleppen).

Wer die NLT mehr wie ein Survival-Roguelike spielen möchte, soll das doch gern tun. Auch ein sehr schönes Genre übrigens. :D

Aber die Göttergunst... da juckt es selbst mich ja auch in den Fingern, ein Feature Request zu erstellen, damit die Wiederbelebung eben nicht so kostenlos ist... einfach weil es zu den restlichen Spielmechaniken nicht passt und inkonsistent ist. Denn warum sollten die Götter ausgerechnet das größte Geschenk ohne Gegenleistung gewähren?
Mag ja sein dass man dieses Geschenk auch mal nach einer weiten "Pilgerreise" erhält, die damit entlohnt werden könnte. Das wäre vielleicht für Aves interessant, aber für die anderen? Also wenn schon, dann fänd ich es ziemlich cool wenn es bei den anderen Zwölfgöttern schon irgendwie götterabhängige Hürden zur Wiederbelebung gäbe, wenn man sich schon vorher nicht als würdig erwiesen hat/begünstigt ist.

#71
Wie gefällt euch:

Wer bei negativer Göttergunst wiederbelebt wird, darf bis zu seinem nächsten Tod als Geweihter des Gottes der ihn erweckt weiterspielen.

Und wieso hat sich hier noch keiner beklagt, das Menschengötter Elfen und Zwerge wiederbeleben ....

#72
[quote='Hindro','index.php?page=Thread&postID=128154#post128154']Wie gefällt euch:
Wer bei negativer Göttergunst wiederbelebt wird, darf bis zu seinem nächsten Tod als Geweihter des Gottes der ihn erweckt weiterspielen.[/quote]
Einen kleinen "Denkzettel" für solche Leute könnte es imo ruhig geben. ;) Das war ja auch mein Gedanke hinter dem "wiederbelebten Charakter automatisch Geld spenden lassen".
Geweihte als Charakter in Sternenschweif wären super, aber inkl. Karmalenergie und allem wohl eher eine Belohnung. Witzige Idee. Nicht dass dann Spieler ihre Charaktere noch extra umbringen, nur weil sie einen Geweihten spielen wollen und das nicht anders geht. :P
Und wieso hat sich hier noch keiner beklagt, das Menschengötter Elfen und Zwerge wiederbeleben ....
Weil das voll rassistisch ist. ;)
Naja, ist natürlich auch ein Punkt...

#73
[quote='Torxes von Freigeist','index.php?page=Thread&postID=128155#post128155']Geweihte als Charakter in Sternenschweif wären super, aber inkl. Karmalenergie und allem wohl[/quote]
Vielleicht habe ich das mißverstanden, weil ich hier das Thema nicht direkt verfolgt habe, aber: Es gibt doch die Geweihte-Amazonen-Mod. Geht das nicht in die Richtung, was du/ihr dir/euch wünsch(s)t?

#75
Über die Göttergunstkosten lasse ich mir auch im "Normalen" Spiel (Anfänger / Fortgeschritten) gerne mit mir verhandeln. Dass aber alle Götter dieses Wunder gewähren gehört für mich zur Spielmechanik unserer CRPG-Adaption und nicht zur Lore. Im Hardcoremodus können wir uns gern nach Punkt und Beistrich an die Lore halten und meinetwegen die Wiederbelebungen komplett abdrehen.
Firefox ist immer schuld :)

#77
Was gibt es denn dann so für ernstgemeinte Ideen zum Thema Wiederbelebungs-Kosten bei fehlender Göttergunst?
Ich liste nochmal meine Varianten, bei denen ich versuche, ein bisschen Fluff zu berücksichtigen:

1) wiederbelebter Charakter spendet ehrfurchtsvoll automatisch einen gewissen Betrag nach Wiederbelebung (soviel wie Göttergunst für ein großes Wunder "kosten" würde, oder verbleibender Restbetrag wenn nicht ausreichend Göttergunst vorhanden?)
2) Gruppe wird vom Geweihten gebeten, eine Zeitlang im Tempel zu helfen, um sich der Wiederbelebung ihres Gefährten würdig zu erweisen (Zeit vergeht - noch was?)
3) wiederbelebter Charakter erhält weniger LeP zurück bei geringer Göttergunst und "suboptimalem Gott" (ich bin mir jetzt nicht sicher wie das sonst aktuell im Spiel ist)
4) Vielleicht im Positiven einen _kleinen_ AP-Bonus für den wiederbelebten Charakter ausschließlich bei Wiederbelebung im Tsa-Tempel? (wieder zu erwachen ist immerhin auch eine "Erfahrung")

Ich weiß, 3) und 4) beziehen sich schon wieder auf Tsa vs andere Tempel... :) Das wäre dann die "Zuckerbrot statt Peitsche" Version ;)
Zuletzt geändert von Torxes am 26. Mär 2017, 17:15, insgesamt 3-mal geändert.

#79
Wie wäre es mit einer Kombination aus all diesen Dingen?

Alles Gold der Gruppe fänd ich schon heftig... (oder meinst du explizit Gold und nicht Geld, also keine Silbertaler und Heller)? Alternativ evtl. ein prozentualer Wert?

Ja, das mit der Zeit ist richtig. Hättest du eine andere Idee, wie sich ein "helfender Aufenthalt" im Tempel in Werten äußern könnte? Ich meine, Zeit könnte ja zusätzlich vergehen (nur für die Atmosphäre, ohne echte Effekte). Sowas wie Erschöpfung/Müdigkeit gibts ja in der Situation nicht... temporär gesenkter KO Wert für die ganze Gruppe?

Zum Thema Wiederbelebung in Szene setzen:
Guter Punkt!

Wäre toll, wenn es da eine schöne Szene gäbe (Bild), ähnlich wie beim Game Over, nur eben mit wiederauferstehendem Charakter und bewundernden Gläubigen. Müsste halt geschickt komponiert werden, damit nicht erkennbar ist ob der Charakter männlich oder weiblich ist bzw. welche Profession er/sie hat oder so. :)
Ich wäre auf jeden Fall auch sehr dafür, dass man als Spieler mitbekommt/wahrnimmt, dass die Wiederbelebung schon etwas Besonderes ist.
Zuletzt geändert von Torxes am 26. Mär 2017, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.

#80
[quote='Torxes von Freigeist','index.php?page=Thread&postID=128187#post128187']
Alles Gold der Gruppe fänd ich schon heftig...[/quote]
Ich fände das ein kleines Opfer dafür, dass man nicht tot ist; also durchaus gerechtfertigt und okay. :)

#82
Naja, wäre vermutlich zumindest einfacher umzusetzen, wenn es nicht nur Dukaten, sondern das komplette Vermögen beträfe. Was ich an der Idee mag: Nicht so reiche Helden geben auch alles was sie haben und das ist dann okay, auch wenn es vielleicht nicht wie bei anderen hunderte von Dukaten sind, sondern nur mal ein paar Heller (wenn sie grad knapp bei Kasse sind). Der Wille zählt. ;)

Aber letztendlich liegt ja eh beim Entwickler, was da wie gemacht wird.

Für mich wäre der Frustfaktor dabei jedenfalls sehr davon abhängig, wie das dann im Spiel inszeniert wird, denke ich.

#83
Wie ist aktuell der Soll-Status beim Wiederbelebungswunder?

Ich habe mit einer "Anfängergruppe" mit wenig Guthaben (unter 60 Dukaten) jetzt mal nen Charakter sterben lassen und dann in Yrramis versucht, ihn wiederzubeleben. Habe es erst ohne Spende durch häufiges Bitten versucht, anschließend mein komplettes Guthaben gespendet (also unter 60 D) und ganz oft um ein Wunder gebeten und es ist nichts passiert.

Ich nehm an, da gab es eine Änderung?

#85
So aus UX Sicht fand ich das jetzt so jedenfalls eher enttäuschend - passt für mich eigentlich auch nicht so zum aventurischen Götterhintergrund, dass ich es mir direkt mit einem der Zwölfe verscherze (= Göttergunst-Abzug) wenn ich ihn mal um etwas bitte.

Und dass man wenn man wirklich sein ganzes Hab und Gut (in Dukaten, Silberstücken und Hellern) im Tempel lässt und dann trotzdem mit totem Gefährten und ohne jegliches Geld den Tempel verlässt, hinterlässt auch einen eher schlechten Eindruck von den Zwölfen. "Dienen" die Götter (in Form von Wundern) etwa nur den Reichen, die ohnehin schon von allem mehr als genug haben?

Wo wird ingame ersichtlich, dass ich erst genau 100 Dukaten gespendet haben muss, um mich eines Wunders "würdig" zu erweisen? In meinen Augen ist das ein vollkommen unnötiger Frustfaktor für Spieler.


Btw: Ich habe echt kein Problem damit, dass 1. Charaktere sterben können (das gehört zu diesem Spiel dazu!) und 2. man sich eine Wiederbelebung irgendwie "verdienen" muss. Aber dann soll das bitte auch in den aventurischen Hintergrund passen bzw. spielerisch/flufftechnisch einigermaßen nachvollziehbar und fair sein - also sinnvoll in den Hintergrund eingeworben, nicht "mit haufenweise Geld kann ich mir alles kaufen".
Zuletzt geändert von Torxes am 23. Jul 2017, 23:54, insgesamt 4-mal geändert.

#86
Was bin ich froh dass das entlich auch mal jemand so wie ich sieht.

Die Götter sollten die Helden an ihren Taten bemessen, nicht an ihrem Gold. Und damit meine ich Taten die wirklich von Bedeutung sind.

Achja, und selbst dann würde ich nur Tsa einen Helden wiederbeleben lassen, weil die anderen Götter das gar nicht können. Aber das nur mal so nebenbei...
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#87
Kann das wirklich nur Tsa? Mir war so als könne Boron jemanden zurück schicken, jedenfalls hatte ich das irgendwo mal gelesen.

#88
Boron hat die Macht über den Schlaf, das Vergessen und auch wenn das Zeölfgöttergläubige niemals wahr haben wollen würden, über untote Leiber. Letzteres hat er aber schon lange nicht mehr demonstriert. Aber er kann keine Seelen zurückschicken - er kann sie nur einsammeln...bevor andere sie kriegen.

Auch die Macht der Götter hat ihre Grenzen und sie haben alle ihre Bereiche, wobei einige "Halbgötter" auch über Teilbereiche der Zwölfe herrschen. Nur da die Zwölfe in Alveran hocken haben diese natürlich einen großen Vorteil und können ihren Priestern mehr Karmaenergie zur Verfügung stellen.
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Spielbericht - Dunkle Zeiten - "Helden der Geschichte"

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#89
Ich habe mir dazu mal Gedanken gemacht und von Hesinde folgende Eingebung bekommen:

1. Es gibt zwei verschiedene Arten von Ansehen und Gunst. Nämlich erstens bei den Göttern und zweitens bei den Geweihten.
2. Ansehen und Gunst bei den Göttern sollte - wie @DSA schrieb - nur durch Taten zu bekommen sein und auch wieder verloren gehen können.
3. Da das Klimpern aventurischen Mammons die Götter eher kalt lässt, sollte Ansehen / Gunst nicht käuflich sein. Evtl. mit Phex als Ausnahme?
4. Allenfalls könnte man Göttergunst sehr teuer machen (1 Punkt kostet 100 oder 200 oder 500 Dukaten, Phex würde dafür dann ggf. höhere Gunst gewähren.
5. Das Ansehen bei den Geweihten sollte natürlich durch passende göttergefällige Taten ebenfalls steigen, ebenso sollte es verloren gehen bei lästerlichem Verhalten.
6. Ergänzend dazu sollte aber das Ansehen bei den Geweihten käuflich sein (wie auf Erden auch...) und entsprechende Folgen haben: Die Dialogpartner werden redseliger oder geduldiger (was den Abbruch eines Gesprächs verzögert oder gar verhindert), das Preisniveau oder die Angebotsbreite in der entsprechenden Stadt könnten über einen Faktor zugunsten der Gruppe beeinflusst werden), ggf. könnten Nebenquests aktiviert werden oder Ähnliches.

Das mal nur so als Idee und ohne Rücksicht auf Umsetzbarkeit oder Aufwand in die Runde geworfen. Wenn da ein bisschen mehr Fleisch dran kommt, kann ich das gerne als Feature Request einstellen.

Nachtrag:
Götterwunder sollten dann natürlich nur von der Göttergunst abhängen, diese aber nicht verbrauchen. Als Ergänzung dazu könnten natürlich die Geweihten so umgebaut werden, dass sie passende Liturgien haben.
Zuletzt geändert von Praiodan am 25. Jul 2017, 12:35, insgesamt 2-mal geändert.

#90
Zu 1:
Zwei verschiedene Arten von Ansehen/Gunst: Bin mir nicht sicher, ob das sinnvoll ist. Ich meine, was ist wenn die Charaktere sich extrem lästerlich verhalten gegenüber den Göttern, aber ganz viel Geld im Tempel spenden? Man könnte sagen, der Geweihte kann das ja nicht wissen, ohne sie zu prüfen, aber müsste nicht das Ansehen der Helden auch wieder sinken, spätestens sobald sie nach ihrem Ansehen gefragt haben? Krass ausgedrückt: Frevler dürften auch trotz hoher Geldspenden kein gutes Ansehen bei den Geweihten genießen...

Zu 2:
Das sehe ich auch so. Aber ich finde es an dieser Stelle wie gesagt eigentlich unpassend, wenn man Ansehen verliert, indem man im Tempel betet(!)/um ein Wunder bittet.
Was ich hier cool fände, wäre, wenn man in Tempeln Talente anwenden könnte. Im Rahjatempel zum Beispiel Tanzen. Oder Sachen aus dem Inventar spenden könnte, zum Beispiel Lebensmittel im Traviatempel, Wein im Rahjatempel, Schmuck im Phextempel. Ich gehe aber davon aus, dass es schwierig wäre, für alle Tempel etwas entsprechendes zu finden.

Alternativ könnte man das auch über reine Aktions-Textbeschreibungen von passenden "Götterdiensten" abhandeln, immer passend zum Tempel, dass man sich dort passend äh, ertüchtigt. Das wäre eben etwas fluffiger, wenn die Charaktere im Traviatempel die Gänse versorgen oder im Ingerimmtempel an einem Werkstück mitarbeiten oder sowas.

Zu 3:
Ja, Phex sollte dann definitiv eine Ausnahme sein.

Zu 4:
Dagegen. Der Preis ändert nichts am System.

Zu 5:
Siehe auch 2. Ließe sich noch schön ausschmücken durch mehr Zufallsbegegnungen auf Reisen oder in Städten mit entsprechenden Auswirkungen auf die Göttergunst.

Zu 6:
Bin mir nicht sicher. Siehe 1. Mich erinnert das ein bisschen an allgemeines "Ansehen", wie man es auch aus anderen Spielen kennt. Bei hohen Spenden im Tempel würde ich nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass Händler in einer Stadt plötzlich den Charakteren gegenüber großzügiger gestimmt sind. Das sähe ich eigentlich eher als eigenes Thema, nämlich dass man sich im Laufe des Spiels ein gewisses Ansehen erarbeiten kann durch seine Heldentaten (nicht global, sondern im jeweiligen Ort). Das wäre halt ein ganz neues Element. Bzw. ein Effekt, den eigentlich die Ehrenbürgerurkunde von Lowangen haben sollte. :D
Zuletzt geändert von Torxes am 25. Jul 2017, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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